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Auf den Spuren der Geschichte: Innerstädtischer Verlauf der Berliner Mauer
Wo stand die Berliner Mauer? Wo waren Grenzübergänge? Wo sind im Stadtbild noch Mauerreste vorhanden? Diese Fragen stellt sich wohl jeder, der in der Hauptstadt auf Spurensuche ist. Die Antworten gibt das amtliche 3D-Stadtmodell des Landes Berlin, das nun den genauen Verlauf der kompletten innerstädtischen Mauer dokumentiert.

Das Modell zeigt den aktuellen Gebäudebestand Berlins sowie den ehemaligen innerstädtischen Mauerverlauf, inkl. Vorderlands- und Hinterlandsmauer sowie Mauerstreifen. Ausgehend vom Brandenburger Tor kann ein individueller, virtueller und dreidimensionaler Rundflug gestartet werden. Über die Menüleiste lassen sich die Standorte von Mauerresten und ehemaligen Grenzübergängen lokalisieren. Dokumentationszentren oder Gedenkstätten werden ebenso wie die „Geschichtsmeile Berliner Mauer“ und künstlerisch gestaltete Gedenkorte angezeigt. Die markierten Objekte in der 3D Stadtansicht sind mit weiterführenden Informationen verlinkt.

Die Darstellung erfolgt mit der Google Earth-Technologie. Hierfür sind ein Standard-Webbrowser sowie ein entsprechendes kostenfreies Plug-in notwendig.

Zur optimalen Nutzung der Anwendung wird eine Breitband-Internetverbindung (DSL) empfohlen.
Voraussetzungen
Zum Betrachten der Mauer in 3D benötigen Sie ein aktuelles Google Earth Plugin in Ihrem Browser.

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FAQ
Häufig gestellte Fragen




Im Einzelnen können folgende Informationen aufgerufen werden:
Ehemaliger Grenzstreifen zwischen vorderer und hinterer Mauer

Ab dem 13. August 1961 ließ die DDR die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin zu mehrfach gesicherten Sperranlagen ausbauen. Grenzmauern oder -zäune waren bis zu 3,60 Meter hoch, der Todesstreifen dazwischen war zwischen fünf und mehreren hundert Metern breit. Heute ist, wie im 3D-Modell deutlich zu erkennen, der ehemalige Grenzstreifen meist überbaut. In einigen Abschnitten ist er als Grünanlage oder Gedenkort Teil der Erinnerungslandschaft. Im 3D-Modell ist die vordere, an der Grenze zu West-Berlin errichtete Mauer rot, die hintere, innere Mauer blau eingezeichnet. Die politische Grenze, deren Verlauf für Flüchtlinge lebensentscheidend war, ist gelb hervorgehoben, wenn sie nicht mit dem Standort der vorderen Sperrmauer übereinstimmte.


Mauerreste / Mauerspuren

100 Meter „Vorder-“ und „Hinterlandmauer“ sowie drei Wachtürme stehen heute unter Denkmalschutz.


Ehemalige Grenzübergänge zwischen Ost- und West-Berlin

Zwischen Ost- und West-Berlin gab es zwischen dem 22. August 1961 und dem 9. November 1989 sieben innerstädtische Straßenübergänge und einen Bahnübergang. Der Verkehr zwischen der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin lief über Transitstrecken mit weiteren Übergangstellen.


Gedenkstätten und Gedenkorte an der Berliner Mauer

Die Gedenkstätte Berliner Mauer, das Mauer-Mahnmal im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus / Parlament der Bäume und weitere Gedenkorte erinnern an die Opfer der Berliner Mauer. Die Gedenkstätte und das Mauer-Mahnmal / Parlament der Bäume sind nach dem Mauerfall im November 1989 entstanden. Andere Erinnerungsorte wurden zwischen 1961 und 1989 in West-Berlin angelegt. Sie dokumentieren die Geschichte des Erinnerns.


Dokumentationszentren und Museen im Verlauf der Berliner Mauer

Über die politischen Hintergründe der Teilung Berlins, über Fluchtversuche und Einzelschicksale kann man sich im Dokumentationszentrum Berliner Mauer und im Mauermuseum - Museum Haus am Checkpoint Charlie informieren. Sie liegen unmittelbar am ehemaligen Mauerverlauf. Weitere Dokumentationsstätten finden Sie an verschiedenen Standorten über die Stadt verteilt.


Weitere wichtige Mauer-Orte

Reste der Mauer sind auf dem Gelände der Stiftung Topographie des Terrors erhalten. Die nach dem Mauerfall von Künstlern bemalte „Hinterlandmauer“ an der Mühlenstraße ist als East-Side-Gallery weltweit bekannt. An anderen Orten hat der Wunsch gesiegt, die getrennten Hälften Berlins auch stadträumlich wieder zusammenzufügen.


Geschichtsmeile Berliner Mauer / Berliner Mauerweg

Der ehemalige Verlauf der Berliner Mauer ist im Boden mit einer doppelten Pflastersteinreihe und gusseisernen Tafeln „Berliner Mauer 1961-1989“ markiert. Die Geschichtsmeile Berliner Mauer zeigt historische Fotos und berichtet in vier Sprachen über Ereignisse, die sich am jeweiligen Standort zugetragen haben. Die Geschichtsmeile hat 29 Stationen.


Künstlerische Markierungen

Sieben künstlerische Zeichen markieren die ehemaligen Straßenübergänge an der Grenze zu West-Berlin. Sie wurden 1996 im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt und vom Land Berlin zwischen 1997 und 1999 realisiert.


Sonstige Objekte

Hier finden Sie weitere Objekte, wie z.B. die Kapelle der Versöhnung an der Bernauer Straße oder das sowjetische Ehrenmal in Treptow.

Download Bilder
Bilder zum Projekt: Berliner Mauer 3D
Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor
Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor - Ansicht 1989
Checkpoint Charly
Checkpoint Charly - Ansicht 1989
Gebäude aus der Vogelperspektive - Ansicht 1989